Die Fabrique im Gängeviertel

Zentrum für Kultur, Soziales und Politik in der Hamburger Neustadt


Illustration der Fabrique im Gängeviertel - © Markus Mross
Einblick in die Fabrique vom Valentinskamp aus (Raumnutzung hat sich teilweise nochmal geändert) © Markus Mross

Konzept Unser soziokulturelles Betriebskonzept oder was wird in der Fabrique angeboten und wie wird gewirtschaftet?

Die Lage der Fabrique im Zentrum Hamburgs und die Bedeutung des Hauses als Herz des Quartiers Gängeviertel machen sie zu einem idealen Ort für kulturelle Angebote und regionale, überregionale und internationale Vernetzung. Die Fabrique ist wichtigster Bestandteil des Konzeptes der Gleichzeitigkeit von Kunst, Leben, Wohnen und Arbeiten in unserem Viertel. Mit dem soziokulturellen Zentrum inmitten der zwölf Wohnhäuser mit ihren kleinen Gewerbeeinheiten bezweckten wir seit Anbeginn der Initiative allen Bürgern und Besuchern einen dauerhaft niedrigschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen, die Teilhabe in Kunst und Politik zu fördern sowie Angebote der kulturellen und sozialen Bildung zu schaffen.

Als Betreiber der Fabrique versteht sich der Verein Gängeviertel e.V. primär als Raumgeber für Künstler und Kulturschaffende und erst in zweiter Linie als Veranstalter. Preiswerte Flächen, eine daraus entstehende Flexibilität, Gemeinschaft, Netzwerke und Austausch, sowie das Verbinden verschiedenster künstlerischer Disziplinen und Menschen in einem Haus, stehen im Vordergrund.

Die Fabrik besitzt zwölf Nutzungseinheiten, zwei auf jedem Stockwerk, die gemäß der Satzung des Gängeviertel e.V. für kulturelle und soziale Arbeit zur Verfügung gestellt werden. Sie werden von Projektgruppen oder eigenen Rechtsformen betrieben.

Unser kulturelles Angebot reicht von Workshops, Seminaren und Kursen in den Bereichen Bewegung und Tanz, Siebdruck, Malerei, Fotografie, Kochkunst und Radio und dem Vorhalten einer Theaterprobebühne, über Vorträge und Diskussionsformaten zu Kunst, Politik und Stadtplanung, Performance- Musik- und Theater- Vorstellungen, dem Konzipieren von Ausstellungen bis zu dem klassischen Veranstalten von Konzerten, vorrangig im Newcomer-Bereich. Kulturelle Bildungsangebote für den Stadtteil und weit darüber hinaus bieten Jung und Alt die Möglichkeit Teil des Ganzen zu werden.

Angebote, die es jedem ungeachtet seines ökonomischen Status möglich machen an Kultur teilzuhaben, sind für den Betrieb essenziell. Daher beinhaltet das Finanzierungskonzept der Fabrique eine Mischung der Einnahmen aus und durch Veranstaltungen, Workshops, Kursen, kurzfristigen und langfristigen Vermietungen und der Akquise von privaten und öffentlichen Drittmitteln. So soll die soziokulturelle Arbeit in der Fabrique gewährleistet werden. Dabei sollen die Preise für die Nutzer transparent gestaffelt werden, ansteigend von Sozial-, über einen kostendeckenden Normaltarif bis zu einem Solidaritätstarif. Wer mehr zahlen kann, subventioniert dadurch andere, die ermäßigte Preise brauchen.

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Geschichte

Vor über sechs Jahren, am 22. August 2009, sind wir in das Gängeviertel gekommen, um die denkmalgeschützten Häuser vor Verfall und Abriss zu retten und um in der Hamburger Innenstadt einen Raum zu schaffen, in dem Neues entstehen kann. Zehntausende Gäste aus aller Welt haben seitdem Ausstellungen, Konzerte, Partys und Lesungen besucht oder über Stadtentwicklung und Kulturpolitik diskutiert.

Derzeit verhandeln wir mit der Stadt Hamburg über die langfristige Zukunft des Viertels.

Wir freuen uns, dass die UNESCO das Gängeviertel zum „Ort kultureller Vielfalt“ gekürt hat – als „Ausdruck eines anderen Verständnisses von Stadtentwicklung und gesellschaftlicher Teilhabe.

KOMM IN DIE FABRIQUE!

Im Zentrum der Stadt und im Zentrum des Gängeviertels befindet sich unser Herzstück – ein offener Ort für Kunst, Kultur, Politik und Soziales.

Auf fünf Etagen werden vielfältige Initiativen und Nutzungsangebote des Gängeviertels gebündelt: Zwischen Siebdruck und Seminaren, Theaterprobe und Konzerten, Frühstücksclub und Fototermin, Tanzkurs und Kurzfilmabend entstehen neue Formen des Miteinanders. Die zentrale Lage im ansonsten durchökonomisierten und privatisierten Innenstadtbereich macht die FABRIQUE zu einem idealen Ort für gemeinsames und gemeinschaftliches Diskutieren und Lernen, Produzieren und Träumen – aber auch für überregionale und internationale Vernetzung. Ihre Räume ermöglichen offene Kunst-, Bildungs- und Kulturangebote und können für solche auch angemietet werden.

Die Mietpreise aller Flächen sind je nach finanziellen Möglichkeiten und Zielgruppen gestaffelt. Neue Nutzer_innen und Gäste werden eingeladen, um hier einen Ort zu finden, an dem experimentiert, kollaboriert und auch mal gescheitert werden darf. Für den Stadtteil und die ganze Stadt bietet die FABRIQUE im Gängeviertel unterschiedlichste Möglichkeiten der Begegnung, der Auseinandersetzung und der Partizipation. Damit steht die FABRIQUE für einen niedrigschwelligen Zugang zu kultureller und politischer Bildung, zu Kunst und Kultur – für eine Stadt für alle!

Allgemeine Anfragen (Nutzung, Angebote): fabrique@das-gaengeviertel.info

Früher und heute
Von der Papierfabrik zum Möglichkeitsraum

Das fünfgeschossige Gebäude der FABRIQUE hat mit seinen rund 1700 Quadratmetern Fläche seit seiner Erbauung im Jahr 1903 verschiedene Nutzungen erlebt: Hier wurden Papiere und später Gürtel und Schnallen hergestellt; bereits in den 1980er Jahren nutzten Künstler_innen die Räume als Ateliers.

Seit 2009 fabriziert die Initiative „Komm in die Gänge“ hier nun Möglichkeiten aller Art: handgemachte, utopische, künstlerische, partizipative oder experimentelle Formate zum Anfassen, Anschauen, Anhören oder Aufessen. In den vergangenen sechs Jahren hat sich die FABRIQUE mit ihrer zentralen Lage und den vielen großen und hellen Räumen zu einem öffentlichen Ort entwickelt, an dem Kunst, Werkstatt, Politik und Soziales eine Hausgemeinschaft bilden und sich wie gute Nachbarn gegenseitig helfen oder auch mal konstruktiv streiten. Der Austausch zwischen unterschiedlichen Disziplinen und Menschen wird auch nach der Sanierung Grundlage einer sich ständig erneuernden städtischen Kultur sein.

Die FABRIQUE soll Raum bieten, um gemeinsam herauszufinden, wie wir heute in der Großstadt zusammen leben und arbeiten wollen. Was die FABRIQUE ausmacht, ist ein gemeinsames Bewusstsein dafür, dass künstlerische, soziale, wirtschaftliche und stadtplanerische Praktiken nicht jeweils isoliert, sondern zusammen gedacht, ausprobiert und realisiert werden sollen. Es geht um ein Arbeiten IN und MIT gesellschaftlichen Unterschieden, Widersprüchlichkeiten und Zusammenhängen.

Entsprechend vielseitig sind die Initiativen und Akteur_innen, die das Gebäude nutzen und niedrigschwellige Angebote zur Verfügung stellen: Ateliers und Arbeitsräume, Maschinen und Dienstleistungen sollen dort allen offen stehen, egal ob Anfänger, Laie oder Profi, egal ob gut oder knapp bei Kasse. Es ist daher eine grundlegende Notwendigkeit und das gemeinsame Ziel aller Nutzer_innen, den offenen Zugang zu den Aktivitäten und Angeboten in der FABRIQUE zu erhalten. Deshalb bemühen wir uns gemeinsam mit der Stadt Hamburg um ein langfristiges Finanzierungskonzept, welches dies ermöglicht. Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung – sei es als Kulturgenosse oder -genossin unserer Genossenschaft, als Fördermitglied des Vereins Gängeviertel e.V., als regelmäßiger Gast, als helfende Hand oder helfender Kopf.

Besonders für dieses Gebäude freuen wir uns über viele Solidaritätsanteile an unserer Genossenschaft, die von allen gezeichnet werden können. Alle Informationen dazu findet man im Internet unter http://gaengeviertel-eg.de oder direkt im Büro des Gängeviertels am Valentinskamp 34 in der Loge.

Zukunftsmusik: FABRIQUE nach der Sanierung

Im März 2016 öffnet die FABRIQUE nach 18-monatiger Sanierung wieder die Türen – diesen Zeitraum haben einige Initiativen mit einer Zwischennutzung in der Alten Bahnmeisterei im Oberhafen überbrückt. Vieles hat sich durch die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes verändert: Es gibt einen neuen Eingang, im Inneren sind neue Wände und Böden eingezogen worden, alle fünf Etagen wurden für eine öffentliche und barrierefreie Nutzung saniert. Vom Dezember bis März wurden unendlich viele Stunden von freiwilligen Helfer_innen investiert, um Strom, Licht und Steckdosen zu verlegen, um Wände zu verputzen und zu streichen, Bühne, Tresen und andere Einbauten vorzunehmen und Details herauszuarbeiten. Einige Flächen sind noch im Ausbau, und im Sommer wird das Haus dann im Ganzen feierlich eröffnet.

Der Umbau der FABRIQUE fand im Rahmen der Sanierung des Gängeviertels statt und ist Bestandteil des Integrierten Entwicklungskonzeptes (IEK). Das IEK basiert auf dem Nutzungskonzept des Gängeviertels, das von der Initiative „Komm in die Gänge“ entwickelt wurde. Als Teil des Generalmiet- und Verwaltervertrags zwischen der Gängeviertel Genossenschaft 2010 eG und der Freien und Hansestadt Hamburg wurde auch die Anmietung und der Betrieb der FABRIQUE vertraglich geregelt, die der Verein Gängeviertel e.V. zukünftig betreiben wird. Ein wichtiger Schritt für die Fortsetzung der soziokulturellen und unkommerziellen Nutzung des Gebäudes!

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4. OG Süd Fotofabrique

Die Fotofabrique ist ein Kollektiv, das im Rahmen des Gängeviertels und seiner Ziele seit 2010 ein Gemeinschaftsstudio betreibt.

Fotofabrique in der Fabrique im Gängeviertel

Das Studio bietet einen offenen Raum zum Arbeiten und ist für unterschiedliche Veranstaltungen tageweise nutzbar, insbesondere für professionelle Fotografen. Außerdem steht es für Fotoworkshops, Schulklassen, Amateure, der VHS oder Fotovereinen zur Verfügung.

Als Teil der soziokulturellen Nutzung der FABRIQUE bieten wir im Gegensatz zu anderen Fotostudios gestaffelte Mietpreise je nach finanziellen Möglichkeiten an. Durch Niedrigschwelligkeit und Querfinanzierung wird somit auch unkommerziellen Projekten, noch nicht etablierten, förderungswürdigen Fotografen sowie künstlerischen oder sozialen Initiativen die Nutzung eines professionellen Studios samt technischer Grundausstattung ermöglicht.

Die Fotofabrique befindet sich im obersten Stockwerk, hohe Decken und viel Tageslicht zeichnen den Raum aus. Die umfangreiche Ausstattung des Studios umfasst u.a. einen mobilen Schminktisch, einen Kleiderständer, einen Paravent, eine Sofaecke, einen Esstisch für bis zu zehn Personen, eine Küchenzeile mit Herd und Espressomaschine und eine Dusche mit WC.

Das Fotofabrique-Kollektiv steht mit anderen Initiativen des Gängeviertels wie der Farbfabrique, dem Bewegungsraum und den Galerien im engen Austausch. Es sind bereits zahlreiche Kooperationen, Ausstellungen, Veröffentlichungen und Fotodokumentationen im und über das Gängeviertel entstanden.

Angebot

  • Kurse
  • Workshops
  • Vermietung
  • Ateliernutzung

Ansprechpartner

Theda Schillmöller
Franziska Holz

Kontakt

E-Mail:
info@fotofabrique.de

Web:
www.fotofabrique.de

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4. OG Nord Seminarraum

Der Seminarraum befindet sich im sogenannten Prinzessinnenzimmer im Dachgeschoss der FABRIQUE und bietet einen Blick über die Dächer des Gängeviertels. Es ist ein Raum für ästhetische und politische Bildung sowie für Reflexion des eigenen und gemeinschaftlichen Handelns und Schaffens.

Seminarraum in der Fabrique im Gängeviertel

Neben Lern- und Austauschprozessen in Form von Seminaren, Workshops, Vorträgen und Diskussionen soll der Raum auch für künstlerische, politische oder wissenschaftliche Vernetzungstreffen genutzt werden und somit auch ein Ort der Begegnung unterschiedlicher Gruppen und Disziplinen sein. Gleichermaßen ist der Raum für Lesungen, Filmvorführungen und ähnliche Formate nutzbar.

Alle notwendigen audiovisuellen Medien für Vorträge und Seminare, Schließfächer für private Materialien sowie eine kleine Bar für kalte Getränke, Kaffee und Tee sind vorhanden.

Wir bieten die Möglichkeit, diesen Raum tage- oder stundenweise zu mieten. Wir offerieren dafür im Wesentlichen drei Tarife: einen Sozialtarif, einen Normaltarif, einen Solidaritätstarif und gelegentliche kostenlose Nutzungsmöglichkeiten für besonders prekäre und förderungswürdige Initiativen. Um möglichst vielen den freien Zugang zu Bildung und Selbstorganisation zu ermöglichen, benötigen wir ausreichend oft Mietungen zum Solidaritätstarif.

Eine regelmäßige Unterstützung des Raumes ist durch eine Fördermitgliedschaft im Gängeviertel e.V. möglich. (120 €/Jahr). Ein eigener Förderverein ist in Planung. Ebenso willkommen ist die Mitarbeit im ehrenamtlichen Seminarraumkollektiv.

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3. OG Süd Probebühne im Gängeviertel

Die selbstverwaltete Probebühne bietet ein inspirierendes Arbeitsumfeld für künstlerische Projekte der performativen Künste. Darüber hinaus verstehen sich die aktiven Mitglieder als kollektives und kollaboratives Netzwerk zur langfristigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen innerhalb der freien Theater- und Performanceszene.

Probebühne in der Fabrique im Gängeviertel

Der 130 Quadratmeter große Probenraum steht Gruppen und Einzelkünstler_innen vor allem für Probenzeiträume am Block zur Verfügung. Zielgruppe sind insbesondere die Akteure der freien Szene, die außerhalb der etablierten Theaterinstitutionen produzieren. Die Probebühne eröffnet ihnen einen Möglichkeitsraum für Gedanken, Experimente und Begegnungen. Die seit 2010 hier entstandenen Produktionen wurden u.a. im Gängeviertel, in freien Theatern (Lichthof, Sprechwerk, Kampnagel) sowie im Deutschen Schauspielhaus und dem Thalia Theater präsentiert.

Als wichtiger Baustein für Austausch und Vernetzung steht der Raum neben der Probenarbeit auch für nichtkommerzielle Workshops und Diskussionen zur Verfügung. Zudem werden Aufführungen oder Präsentationen in den Galerien und Veranstaltungsorten des Gängeviertels unterstützt. Die Mitglieder der Probebühne gestalten und organisieren auch in Zukunft Workshops, künstlerische Projekte, Vernetzungstreffen und die Reihe der interdisziplinären Sonntagssalons.

Als Anschubfinanzierung erhält die Probebühne bis Oktober 2016 die Basisförderung der Kulturbehörde. Die Mitglieder des seit 2014 bestehenden Vereins Probebühne im Gängeviertel e.V. sind im Kontakt mit der Kulturbehörde und den kulturpolitischen Vertretern, um die Finanzierung des Raumes langfristig für die freie Szene zu sichern.

Angebot

Performance-/Theaterproben und Workshops für die freie Szene

Kontakt

E-Mail:
probebuehne@das-gaengeviertel.info

Web:
Link zur Website

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2. und 3. OG Nord FSK - Freies Sender Kombinat

FSK ist ein freies, oder auch: nichtkommerzielles Radio. Das bedeutet: Es ist weder öffentlich-rechtlich noch privat-kommerziell. Es versteht sich als öffentlich im Sinne eines durchschaubaren und parteinehmenden Raums.

FSK - Freies Sender Kombinat in der Fabrique im Gängeviertel

Ein äußeres Merkmal dieses Rundfunkmodells ist seine Finanzierung durch Fördermitgliedschaften seitens der Hörenden, die das Radio sozusagen abonnieren. Kommerzielle Werbung ist bei nichtkommerziellen Radios ausgeschlossen.

Gleichzeitig ist FSK ein Privatradio in dem Sinne, dass Privatleute – nicht Unternehmen! – sich zum Zweck des Radioveranstaltens zusammenschließen. Es ist jedoch öffentlich im Sinne von Durchsichtigkeit und Durchdringbarkeit auf allen Ebenen des Projekts von Selbstorganisation und Programmproduktion.

Seit 1998 verfügt das Radio über eine Vollfrequenz, sendet also rund um die Uhr an sieben Tagen die Woche. Seine Entstehung geht auf eine achtjährige Sendepraxis im Offenen Kanal und weiterer Jahre zurück, in denen das Projekt täglich dreieinhalb Stunden auf einer eigenen Frequenz sendete.

Zu empfangen ist es in Hamburg auf 93,0 MHz Antenne, auf 101,4 MHz im Kabel, digital per DAB+ und weltweit als Livestream. FSK gibt außerdem monatlich das 32-seitige Programmheft „transmitter“ heraus.

Im 2. Quartal 2016 wird das FSK nach über 20 Jahren im Hamburger Schanzenviertel in die Fabrique im Gängeviertel ziehen.

Allen Interessierten bietet FSK alle zwei Monate einen Einführungsworkshop, den „Freien Sender Kurs“, an.

Kontakt

E-Mail:
postbox@fsk-hh.org

Web:
www.fsk-hh.org

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2. OG Süd Bewegungsraum

Der Bewegungsraum ist ein offener Raum für jede Form von Tanz, Bewegung und Körpertraining. Das Angebot zur Nutzung richtet sich sowohl an professionelle Tänzer_innen, Choreograph_innen und Gruppen aus der freischaffenden Szene als auch an alle, die sich in anderer Form mit Tanz oder Bewegung beschäftigen.

Bewegungsraum in der Fabrique im Gängeviertel

Ziel des Bewegungsraums ist es, eine vielfältige, unkommerzielle Nutzung zu ermöglichen: Regelmäßige offene Gruppenkurse, Profitraining, Workshops, Tagungen, Work-in-Progress-Showings, Jam Sessions. Der Bewegungsraum ist interessiert an Vernetzung und überregionalem sowie interdisziplinärem Austausch. Auch sozialkreativen Projekten in Kooperation mit Künstler_innen steht der Raum offen.

Der Raum kann stundenweise, in Stundenblöcken, einmalig, über mehrere Tage oder wöchentlich angemietet werden. Es gibt abgestufte Tarife, die nach dem Solidarprinzip versuchen, den unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten der Nutzer gerecht zu werden.

Angebot

Im Bewegungsraum finden regelmäßige Kurse und Workshops wie Afro-Urban, afrikanischer Tanz, Capoeira, Contemporary Dance, Yoga, Meditation und vieles mehr statt.
Du kannst den Raum für deine Proben stundenweise bis Tage mieten.

Ansprechpartnerinnen

Jula Lüthje und Lena Lewin

Kontakt

E-Mail:
bewegungsraum@das-gaengeviertel.info

Web:
Link zur Website

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1. OG Süd Farbfabrique

Die Farbfabrique ist eine Fusion aus dem ehemaligen Offenen Atelier und der Siebdruckwerkstatt des Gängeviertel e.V..

Farbfabrique in der Fabrique im Gängeviertel

Im Atelier soll jeder/jede Interessierte die Möglichkeit erhalten, klassische sowie zeitgenössische künstlerische Techniken zu erlernen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, eigene künstlerische Projekte in einem großzügigen Atelier zu verwirklichen.

In der Siebdruckwerkstatt kann mit wasserbasierten Farben auf Papier, Stoff, Metall, Holz usw. gedruckt werden. Dies ist unter Anleitung des Siebdruck-Teams möglich oder nach Teilnahme an einem Einführungskurs auch selbstständig und eigenverantwortlich. Hierbei wird je nach Projekt und Intention der Nutzer_innen ein entsprechendes Entgelt für die Arbeitsflächennutzung, Werkstatt und den eventuellen Verbrauch von Material erhoben, um den wirtschaftlichen Selbsterhalt der Fläche zu gewährleisten.

Verwaltet und betreut wird die Farbfabrique zunächst durch qualifizierte ehrenamtliche Tutoren_innen des Gängeviertels. Somit werden regelmäßige Öffnungszeiten und die sachgemäße Nutzung der Geräte gewährleistet.

Jeden Donnerstagabend von 18-22 Uhr laden wir zur offenen Werkstatt ein, bei der jeder vorbeikommen und sich informieren kann. Jeden letzten Donnerstag im Monat treffen sich die Kursleiter_innen von 17-18 Uhr.

Ansonsten ist die Werkstatt frei buchbar für Kurse, Gruppen und Einzelpersonen, die frei, halbkommerziell oder kommerziell arbeiten wollen.

Sowohl temporär als auch längerfristig ist es möglich, per Projektbeteiligung einen Arbeitsplatz in der Werkstatt zu mieten. Auch für Veranstaltungen steht der Raum zur Verfügung.

Angebot

  • Kurse
  • Workshops
  • Vermietung des Raums oder einzelner Arbeitsplätze

Ansprechpartner

Siebdruck: Sebastian, Sam, Kuli, Klaus
Kunst: Timm, Rita

Kontakt

Anfragen:
farbfabrique@das-gaengeviertel.info

Anmietung:
fabrique@das-gaengeviertel.info

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1. OG Nord Küchenwerkstatt Konsumierbar

Nach der Sanierung der Fabrique wird es dort einen zentralen Ort für die kulinarischen Genüsse geben: Gemeinsames Lernen, Kochen, Versorgen, Sattwerden und Genießen finden in der Konsumierbar ein neues Zuhause.

Die Vokü des Gängeviertels liefert seit Jahren meist einmal wöchentlich Leckeres für Bewohner_innen und Gäste. Kochanfänger_innen, Talente und Semiprofis treffen regelmäßig aufeinander, um an Töpfen und Pfannen zu zeigen, was sie können, und um sich zeigen zu lassen, was geht. Dabei geht es allen immer um eine bezahlbare und im besten Fall vegetarische und gesunde Küche.

Gekocht wird gegen die Wegwerfkultur, mit gespendeten Rohstoffen wird Essen frisch zubereitet.

In der Küchenwerkstatt sollen mehrere Angebote zu den bisherigen Kochaktivitäten hinzukommen: Die Konsumierbar wird versuchen, durch das Kochen mit und für Neuankömmlinge und Refugees neue kulturelle Einflüsse aufzunehmen und den Geflüchteten eine Beschäftigung und Perspektive zu bieten. Außerdem wird es thematische Grenzgänge in den künstlerischen oder soziokulturellen Bereichen geben: Kochbuchlesungen, DanceCooking, Rühren und Malen, Cooking Slam, Kochschule und vieles mehr. In Kooperation mit der gemeinnützigen Initiative KitchenAid und kooperierenden Gastrobetrieben werden darüber hinaus Großkücheneinrichtungen und Rohstoffe zusammengebracht, um bei Noteinsätzen auf Veranstaltungen, vor Flüchtlingscontainern, für Obdachlose und auf Demonstrationen Menschen mit Essen versorgen zu können.

Angebot

Lekker Essen machen und Feiern lernen

Ansprechpartner

Georg E. Moeller

Kontakt

konsumierbar@das-gaengeviertel.info

Öffnungszeiten

Täglich früh bis spät

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EG Süd Veranstaltungsraum WOW

Das Herzstück der FABRIQUE ist der Veranstaltungsraum im Erdgeschoss: ein multifunktionaler Treffpunkt. Im WOW wird gefeiert und getanztdie Bühne steht für Konzerte, Varietés, Theaterstücke, Performances, Lesungen, Diskussionsrunden und viele weitere Formate bereit.

WOW Veranstaltungsraum in der Fabrique im Gängeviertel

Der Raum dient als Präsentationsort für die im Verein vertretenen Kunstsparten, beispielsweise eine Theateraufführung der Probebühne oder einen abendlichen Tanzkurs mit Live-Begleitung und Barbetrieb. Filmabende und Workshops können ebenso stattfinden wie eine Podiumsdiskussion oder das KinoKabaret der FilmFabrique, die nun im Oberhafen einen Satelliten installiert hat.

Im WOW soll vor allem dem musikalischen Nachwuchs eine Bühne geboten werden, auf der sich ausprobieren und entwickeln kann, wer sonst keine Chancen in Hamburg hat. Junge, noch unbekannte Bands – ob aus Hamburg oder international – haben es auf dem 'Veranstaltermarkt' häufig schwer.

Wir verstehen das Gängeviertel nicht primär als Veranstaltungsort für Musikkonsumenten und Konzertbesucher, sondern als Plattform, die zu Inspiration, Austausch und künstlerischer Entwicklung beiträgt. Deshalb soll auch weiterhin Publikum mit kleinem Geldbeutel an all unseren Konzerten teilhaben können.

Der Veranstaltungsraum, der mit seinen Möglichkeiten allen offen stehen wird, soll kollektiv und zu einem großen Teil ehrenamtlich als zentraler Ort des Vereins Gängeviertel e.V. betrieben werden. Diese Möglichkeiten können auch tagsüber erweitert werden. Ob Flohmarkt, Frühstücksclub oder Kindertheater: Wir sind gespannt, welche Ideen an uns herangetragen werden.

Angebot

  • Konzerte
  • Parties
  • Events
  • Vermietung

Kontakt

Künstleranfragen:
programm@das-gaengeviertel.info

Anmietung und Fremdveranstaltungen:
fabrique@das-gaengeviertel.info

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EG Nord MOM art space - ein offener Ausstellungsraum

Das MOM in der FABRIQUE ist ein unkommerzieller Ausstellungsort für Bildende Kunst: Malerei, Installation, Video- und Soundarbeiten, Performance Art und ortsspezifische Projekte können hier in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt werden.

MOM art space in der Fabrique im Gängeviertel

Die Galerie fördert interdisziplinäre und internationale Projekte vor allem von nicht etablierten oder Nachwuchskünstler_innen, die in Hamburg sonst keine Sichtbarkeit haben. Der Raum steht auch Kunststudent_innen und Freischaffenden als Experimentierfeld zum Ausstellen und Kuratieren offen. Die ausstellenden Künstler-innen können mit der Fotofabrique, der Farbfabrique, dem Bewegungsraum und der Probebühne kooperieren, und die dort aktiven Künstler_innen können umgekehrt den Raum für eigene Ausstellungen bzw. Performances und Aufführungen nutzen und ihre Arbeiten öffentlich zugänglich machen.

Im Gegensatz zu kommerziell agierenden Galerien werden vor allem zahlreiche Nachwuchskünstler_innen aus dem In- und Ausland eingeladen, ihre Arbeiten zu präsentieren.

So werden neue, sperrige und experimentelle Impulse, die andernorts in Hamburg keinen Anlaufpunkt haben, ihren Raum finden. Der internationale Austausch der bereits existierenden Kunsträume im Gängeviertel hat sich in den letzten Jahren in alle Himmelsrichtungen erweitert, ob Südafrika, Südostasien, Baltikum oder Südamerika. So werden das MOM und sein Team, als zentraler Ort und Ausgangspunkt, über ihre räumlichen Grenzen hinweg Projekte planen, ausführen und mit verschiedenen kuratorischen Schwerpunkten immer wieder neue Perspektiven eröffnen.

Angebot

  • Ausstellungen
  • Events
  • Vermietung

Kontakt

Anmietung und Fremdveranstaltungen:
fabrique@das-gaengeviertel.info

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Keller Der Keller

Ton-Licht-Labor, Werkstatt und Lager.

Im Keller der FABRIQUE befindet sich ein schallisolierter, 80 Quadratmeter großer Raum und eine kleine Hauswerkstatt.

Außerdem ist ausreichend Platz für ein zukünftiges, vierteleigenes Blockheizkraftwerk vorgesehen, denn man sollte sich immer Raum für Träume und Entwicklungen lassen.

Das Ton-Licht-Labor bietet einen Ort für musikalische und digitale Projekte jeglicher Art, Licht als Material kann hier zum Einsatz kommen, ob Lichtdesign, Projektion oder Neuentwicklungen. Künstlerischen und interdisziplinären Versuchsanordnungen wird hier Platz geboten. Das Labor soll die Experimentierfreudigkeit und den Nachwuchs der Hamburger Szene fördern.

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Ausblick

In den letzten Jahren hat sich im Gängeviertel ein Großbetrieb der Freiwilligkeit entwickelt, der durch seine heterogene Zusammensetzung unzählige Anknüpfungspunkte und Chancen bietet.

Wir finden nun nach der Sanierung allerdings veränderte Bedingungen vor. Wir, die Initiative „Komm in die Gänge“ und unser Verein Gängeviertel e.V., werden das Ehrenamt hier und da ablegen müssen, um unseren Gästen und Nutzer_innen kontinuierliche Arbeit und regelmäßige Öffnungszeiten gewährleisten zu können. Diese Stellen müssen ebenso bezahlt werden wie die Betriebskosten, notwendige Investitionen und die neu anfallenden Mieten. Dabei zählen wir auf Unterstützung, auf ein faires Zusammenleben und -arbeiten sowie einen pfleglichen Umgang mit Menschen, Material und den Räumen in der FABRIQUE.

Das erste Betriebsjahr und die Erstausstattung werden durch unterschiedliche Förderungen und Anschubfinanzierungen der Kulturbehörde Hamburg, der BSW aus RISE-Mitteln, der Medienstiftung Hamburg Schleswig-Holstein und der Initiative Musik gefördert. Um die FABRIQUE und das gesamte Gängeviertel als offenen Möglichkeitsraum zu erhalten, wird weiterhin mit der Stadt verhandelt und für langfristige Förder- und Finanzierungskonzepte gekämpft.

Zusammen mit anderen Hamburger Initiativen und Vereinen setzen wir uns schon lange unter dem Motto „solidarische Raumnahme“ für den Erhalt von Möglichkeitsräumen ein. Alle Initiativen brauchen Menschen, die sich die Zeit nehmen, kollektiv und öffentlich genutzte Räume zu betreuen. Diese Arbeit darf nicht durch den unkalkulierbaren Verwertungsdruck zunichte gemacht werden. Eine Stadt wie Hamburg sollte sich den Verzicht auf Mieteinnahmen leisten können, dort wo sie die Arbeitskraft und Phantasie vieler Menschen geschenkt bekommt.

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Impressum

Verantwortlich für diesen Internetauftritt gemäß § 6 MDStV

Verein Gängeviertel e.V.
Vertreten durch den Vorstand
Valentinskamp 28A
20355 Hamburg
info@das-gaengeviertel.info
http://www.das-gaengeviertel.info

Redaktion

Christine Ebeling, Greta Granderath, Matthias Mühlschlegel, Claudia Sello

Bildnachweise

Franziska Holz, Theda Schillmöller

Illustration

Markus Mross

Webdesign und technische Umsetzung

Matthias Güttler, Rita Kohel

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